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Mittwoch, 25. November 2015

020 Café Central, Madrid


















Ich wehe durch die windigen Straßen wie Jazz.
Hinter unserer gewohnten Tür
flackert eine schweigsame Laterne,
schaukelnd wie regnerische Abende
in der Calle de las Huertas.
Was ich auch tue,
immer lande ich bei den Schatten,
die sich im Café Central treffen
in der Gestalt anonymer Helden.
Wo der Trompeter
im Nebenraum nach seinen Tönen sucht,
die sich in der stürmischen Luft verloren haben.
Wo vorne gegenüber des großen Spiegels
eine Frau einem Mann
die blauen Noten aus den Augen liest,
als wolle sie die Zukunft
in einen Schwarzweißfilm zurückverwandeln.
Wo du vielleicht an einem dieser Bistrotischchen
auf mich wartest
oder im feuchten Laub vor der Tür.
Ich wehe durch die windigen Straßen wie Jazz.
Mit der Ruhelosigkeit des Umherziehenden
halte ich Ausschau nach einem trockenen Ort, 
um dort mein Streichholz zu entzünden.

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