Ich kaufte mir eine Trommel,
weil ich einen Rhythmus träumte,
der ich selber war.
Da steh ich nun,
ganz ohne Ahnung,
was dieses runde, zickzackmusterige Ding
in meinen ungelenken Händen macht.
Vielleicht soll ich
laut sein endlich
laut sein,
trommeln, laut sein, ich,
der ich doch immer das leise Kaninchen war
mit dem ewig scheuen Blick.
Vielleicht soll ich
laut sein endlich
laut sein,
trommeln, laut sein, ich,
gegen die Machenschaften der Lauten,
gegen das Raubtiergebrüll.
Vielleicht soll ich
laut sein endlich
laut sein,
trommeln, laut sein, ich.
Vielleicht sitzt ein Kind dort
unter der Treppe,
wild und voller Geheimnis,
scheu und mutig zugleich,
und schlägt mir einen Takt vor,
der mir noch fremd erscheint
und der doch den Tönen,
die mein Herz mir vorgibt,
auf eine seltsame Weise entspricht.


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