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Dienstag, 19. Mai 2026

079 Zellerauer Triptychon


Durch eine solche Tür ging ich ein und aus, als ich Kind war, und bewegte mich von einer Vorstellung zur nächsten.

Niemals war ich mir sicher, ob das nun die Wirklichkeit war oder bereits wieder ein Schnipsel von dieser Welt, die mir meine Phantasie vor den inneren Augen ausbreitete.


So wie eine Tür nicht einfach nur ein Gegenstand ist, sondern immer das Kommen und Gehen, so ist auch dieses ganz besondere Garagentor nicht einfach nur...   Ich höre den harten Klang der Fußbälle darauf, und sehe mich als kleinen Jungen davor stehen, um dies zu verhindern. 

Es ist die Gegend meines Aufwachens, durch die ich wieder spaziert bin und der ich nachspüre, als wollte ich mir selber noch einmal als Kind begegnen.

Im Innern dieses Hausgangs hinter diesen Wänden war ich eine Zeit lang zu Hause. Dort wunderte ich mich und wuchs. Und ich überlegte mir zum Beispiel, wie viele Kilometer ich bis zur nächsten Prärie wohl zurücklegen müsste und ob ich am Abend mein Ziel erreicht hätte. Meistens habe ich es dann doch nur bis zum Lebensmittelhändler geschafft oder später zur Ministrantenstunde.

Hier gingen Träume ein und aus, flatterten durch die viel zu kleine Wohnung und nahmen sich vor, einmal groß zu werden. 
Jetzt hat es hier ein neues Treppengeländer, alles ist hell gestrichen und leuchtet. Damals musste ich den Raum mit meinem eigenen Leuchten erfüllen, was mir, so glaube ich, auch gelegentlich gelang.