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Dienstag, 16. Oktober 2018

041 Beim Anblick der alten Leiter


Beim Anblick der alten Leiter, die in einem dieser knorrigen Obstbäume lehnt, denke ich, ich könnte doch einfach hinaufklettern, als wäre ich ein Kind, leicht und voller Apfelträume, um dort oben zu wohnen, tagelang, mit Gedanken an niemals endende Orte, deren Versteck ich niemandem verrate, könnte mich zwischen Zweigen verstecken, dort bleiben wie eine zeitlose Erscheinung, die sich in ihren Ideen sonnt, unerreichbar von all diesen nach mir greifenden Wirklichkeiten, unwirklich, eins. Und könnte mich einspinnen lassen von Gespinsten aus Morgenröten und Abendglanz, könnte dem Verstand den Rücken kehren ohne Verlust, könnte mich verstecken in der Höhe des mäandernden Himmels, ein Freund der Wolken und der Wandlung, und könnte schadlos bleiben dabei, ein Gast der Bilder, denen ich mich hingebe, nahezu unsichtbar mit laut tönendem Herzschlag, wonnevoll und sommergetönt, und finden würde mich niemand, niemals mehr jemand, und finden würde mich niemand, der mir glauben machen will, dort unten spielt die Welt.